POSITIVE ÖKONOMIE ALS DESKRIPTIVE ANALYSE
Erfahren Sie, wie die positive Ökonomie eine faktenbasierte Analyse des wirtschaftlichen Verhaltens bietet.
- Die Regierung sollte die Sozialausgaben erhöhen.
- Die Steuern für Wohlhabende sollten höher sein.
- Kostenlose Hochschulbildung muss ein Grundrecht sein.
Solche normativen Meinungen lassen sich nicht auf dieselbe Weise wie positive Aussagen überprüfen, da sie auf gesellschaftlichen Werten und nicht auf empirischen Ergebnissen beruhen.
Während die positive Ökonomie zur Formulierung ökonomischer Gesetze und Modelle führt, wird die normative Ökonomie häufig in politischen Debatten und moralischen Diskussionen herangezogen. Beide sind jedoch miteinander verknüpft: Entscheidungsträger stützen sich typischerweise auf positive ökonomische Analysen, um die Folgen potenzieller Entscheidungen vorherzusagen, auch wenn die endgültige politische Entscheidung von normativen Überlegungen geleitet wird.
Beispielsweise kann eine Regierung ein positives ökonomisches Modell verwenden, um die fiskalischen Auswirkungen höherer Unternehmenssteuern zu prognostizieren. Ob eine solche Politik umgesetzt wird oder nicht, hängt von ideologischen oder ethischen Prioritäten ab, die in den normativen Bereich fallen.Diese klare Unterscheidung unterstreicht, warum die positive Ökonomie oft als deskriptiv, die normative hingegen als präskriptiv bezeichnet wird. Die Objektivität der positiven Analyse ermöglicht eine fokussierte, datengestützte Untersuchung, die den Einfluss persönlicher Überzeugungen oder Interessen vermeidet.Daher ist das Verständnis dieses Unterschieds entscheidend, um zu begreifen, wie die positive Ökonomie als wissenschaftliche Grundlage der Wirtschaftswissenschaft fungiert, während ihr normatives Gegenstück soziale und ethische Dimensionen in die wirtschaftliche Debatte integriert.